Frankfurter Psychiatriewoche 2026

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Besucherinnen, Veranstalterinnen und Interessierte,

die Frankfurter Psychiatriewoche wird vom 03. bis 11. September 2026 stattfinden. Ein vielfältiges Programm rund um das Thema Psychiatrie bietet Raum für Information, Austausch und Begegnung.

Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme ein.

Grußwort von Stadträtin Elke Voitl

Psychische Erkrankungen sind echte Erkrankungen – genauso wie Diabetes oder Bluthochdruck. Menschen, die darunter leiden, sind nicht schwach, nicht faul und nicht selbst schuld. Sie sind krank und brauchen Hilfe – genau wie jemand, der sich ein Bein bricht. Und sie können jede:n treffen – unabhängig davon, wie erfolgreich, intelligent oder stark dieser Mensch sonst ist. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. sind in Deutschland jedes Jahr 27,8 % der erwachsenen Bevölkerung von einer psychischen Erkrankung betroffen. Das entspricht rund 17,8 Millionen Menschen.

Menschen mit psychischen Problemen kämpfen täglich gegen unsichtbare Lasten. Sie können nicht einfach „positiv denken“ und gesund werden. Depression ist nicht Traurigkeit. Angststörung ist nicht Feigheit. Psychose ist nicht Verrücktheit. Das sind Krankheiten, die medizinische Behandlung brauchen. Oft kommen noch Scham und Vorurteile hinzu. Viele Menschen verschweigen ihre Probleme, weil sie Angst vor Urteilen haben. Sie isolieren sich, obwohl sie Kontakt bräuchten, und gerade das macht die Krankheit schlimmer.

Die diesjährige Eröffnungsveranstaltung im Markuskrankenhaus steht unter dem Thema „Neue Konzepte in der Psychiatrie“. Es werden zwei neue Entwicklungen vorgestellt: Das Safewards-Programm auf den Akutstationen des Markuskrankenhauses verbessert die Behandlung schwer und akut erkrankter Menschen und schafft ein unterstützendes Umfeld.

Die stationsäquivalente Behandlung (StäB) eröffnet völlig neue Möglichkeiten: Menschen bekommen intensive psychiatrische Behandlung in ihrer eigenen Wohnung. Das ist wertvoll für alle, die eine Klinik nicht in Anspruch nehmen können oder möchten, weil sie Angehörige versorgen, weil sie Haustiere haben, oder weil sie sich in einer Klinik einfach nicht zurechtfinden. StäB zeigt: Gute Hilfe funktioniert auch zuhause.

Die Ambulantisierung ist eine große Errungenschaft. Sie ermöglicht es, Menschen wohnortnah und alltagsorientiert zu begleiten in ihrer Nachbarschaft, mit ihrem Rhythmus, ihren Aufgaben. Gleichzeitig brauchen wir weiterhin starke stationäre Angebote. Menschen in akuten Krisen brauchen Schutz, Behandlung und intensive Unterstützung – und manchmal ist die Klinik der beste Ort dafür.

Deshalb ist es so wichtig, dass alle zusammenarbeiten: Träger, Kliniken, Beratungsstellen, öffentlicher Gesundheitsdienst, Selbsthilfe, Betroffene und Angehörige. Der neu aufgestellte Gemeindepsychiatrische Verbund stärkt diese Zusammenarbeit. Gute psychiatrische Versorgung gelingt nur gemeinsam.

Ich lade Sie herzlich ein, die Frankfurter Psychiatriewoche zu besuchen. Das Programm ist bunt und lebendig mit Informationsveranstaltungen, Diskussionen, kulturellen Angeboten und vielem mehr. Egal welche fachlichen Schwerpunkte wir jedes Jahr setzen: Unser gemeinsamer Nenner bleibt immer derselbe – Aufklärung, Begegnung und Entstigmatisierung. Das ist das Fundament, auf dem gute Versorgung wachsen kann.

Mein besonderer Dank gilt allen, die sich tagtäglich in unserer Stadt für psychisch erkrankte Menschen einsetzen. Nutzen Sie diese Woche, um miteinander ins Gespräch zu kommen, Neues zu entdecken und gemeinsam ein Zeichen für Offenheit, Verständnis und Zusammenhalt zu setzen. Zusammen schaffen wir eine Stadt, in der Menschen mit psychischen Erkrankungen nicht allein sind.

Elke Voitl

Grußwort von Stadträtin Elke Voitl

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor Ihnen liegt das Programm der Frankfurter Psychiatriewoche 2024. Wie schon in den Jahren zuvor, werden wieder zahlreiche Aspekte rund um das Thema Psychiatrie durch Vorträge, Lesungen, offene Gespräche, Workshops, gemeinsame Aktionen und vieles mehr aufgegriffen. Sie sind herzlich dazu eingeladen, sich umfassend zu informieren und zu beteiligen.

Ich wünsche mir, dass psychische Krankheiten in der Öffentlichkeit ihren Platz finden und Vorurteile in der Gesellschaft überwunden werden. Immer mehr Menschen trauen sich mittlerweile, offen über ihre psychischen Erkrankungen zu sprechen. Das ist eine positive Entwicklung. Ob es nun die Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine, die Klimakrise, die starke Inflation oder die Summe aus allem ist – krisenhafte Zeiten können Menschen stark belasten und zu psychischen Problemen und Einschränkungen führen.

Die Frankfurter Psychiatriewoche bietet einen Ort der Begegnung für psychisch Erkrankte und Angehörige. Das Programm ist vielfältig und reicht von Angeboten zur seelischen Gesundheit, über Depression, Psychose oder Schizophrenie bis hin zum Themengebiet der Berufsausbildung mit psychischer Erkrankung oder Hilfe bei chronischen und seltenen Erkrankungen.

Das Gesundheitsamt trägt dieses Jahr zur Frankfurter Psychiatriewoche mit dem Thema Einsamkeit in Kooperation mit dem Frankfurter Selbsthilfeforum von Psychiatrieerfahrenen bei. Dazu wird es im Auditorium des Gesundheitsamtes eine Veranstaltung zum Thema „Kunst & Kultur auf Rezept“ geben. Und auch bei der Abschlussveranstaltung „Rock im Cassellapark Vol. 4“ ist das Gesundheitsamt mit einem Infostand vertreten. Zudem stellen mehr als 20 Träger und Organisationen psychosozialer Hilfs- und Unterstützungsangebote bei dieser Veranstaltung ihre Handlungsfelder vor.

Alle Interessierten, Betroffenen und Angehörigen sind eingeladen, mit zu feiern und sich zu Themen rund um die psychische Gesundheit zu informieren. „Rock im Cassellapark“ ist eine offene Veranstaltung für alle Frankfurter Bürger:innen. Der Eintritt ist frei.

Ich lade Sie herzlich zu den Veranstaltungen der Frankfurter Psychiatriewoche ein! Nutzen Sie die Gelegenheiten für Information, Kontakt und Austausch.

Herzlichst, Ihre
Elke Voitl
Gesundheitsdezernentin der Stadt Frankfurt am Main

Gesundheitsdezernentin der Stadt Frankfurt am Main

Für die Vorbereitungsgruppe sind im Einsatz:

Gerlinde Heusser, Prof. Dr. Sibylle C. Roll, Ellen Krier, Dr. med. Christiane Schlang, Dragana Trifkovic, Steffen Viehmeier, Bastian Kowalsky